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Unternehmen brennen aus

30. November 2018 um 1:19 Letzte Antwort: 30. November 2018 um 1:28

Hallo zusammen,
ich war 2010/11 schon mal im Forum. Damals ging's mir so mies, weil mir die Trennung von meinem Ehemann bevorstand.
Ich hab mich an die klugen, liebevollen, wertschätzenden und unterstützenden Kommentare erinnert und klinke mich heute deswegen wieder ein.
Mein Thema ist aber heute ein ganz anderes.
Ich bin jüngst 57 JAhre alt geworden und seit knapp 40 Jahren berufstätig. Wer auch aus meiner Generation stammt, kann sicher nachvollziehen, dass es so schwer ist, sich überhaupt mal krankheitsbedingt aus der Arbeit rauszunehmen.
Ich hab es so gut wie nie gemacht. 5 Wochen war ich vor hren mal arbeitsunfähig, wei ich einen 3-fachen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hatte. Das war's aber auch.
Jetzt habe ich nach vielen Jahren der Aufopferung entschieden: ich mach das nicht mehr mit. Ich erfahre nicht die Anerkennung, und nicht die Wertschätzung, die ich erwarte.

Kurzer Exkurs: Die Trennung damals von meinem Ehemann war schmerzhaft. Aber sie tat mir am Ende gut, ihm auch. Wir sind heute wunderbar befreundet undbin ich seit diesem Jahr glücklich neu verheiratet. Ich bin gewachsen und gereift und habe meinen Ex als Freund behalten. Ihm tat die Trennung für seine Persönlichkeitsentwicklung auch gut.

Wie kann es sein, dass ich privat und persönlich die Freiheit habe, mir und anderen zu verbieten, Schlechtes, mir nicht Gut-Tuendes an mich heranzulassen, mich völlig zu emanzipieren, meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, endlich mit diesen dummen Kompromissen aufzuhören, wenn ich in der Arbeit mein Hirn beim Pförtner abgeben muss und mich völlig dummen egozentrischen, selbstverliebten Emporlingen gleichzeitig (Chefs) unterzuordnen, weil ich im Job diese Freiheit nicht habe?

Ich war imer bereit, auch mit zunehmendem Alter, mich jüngeren Chefs unterzuordnen. Aber nur soweit es mir nicht schadet. Und jetzt bin ich soweit, dass ich nicht mehr bereit bin, meine Gesundheit zu opfern, dafür, dass sich Schnösels toll profilieren und sich ne goldene Nase verdienen können.

So. Jetzt aber zunächst meine elementare Frage. HAt hier irgendjemand von euch schon ERfahrung?

Ich hab mich arbeitsunfähig schreiben lassen .  Diagnose Burnout und Depression. Gottseidank hab ich die Reißleine so rechtzeitig gezogen, dass ich noch nicht auf dem Rücken liege wie ein Käfer und mich nicht mehr umdrehen kann. Aber ich hab auch meine Symptome: Bluthochdruck, Schlafstörung, Albträume, ständig über das Thema reden, nicht abschalten können, Angst vor dem nächsten Schritt........usw.

Ich gehe jetzt zu meiner Ärztin, lass mich weiter au schreiben und muss meine Chefin anrufen. Das darf der Arbeitgeber,...festlegen, wie die AU-Meldung erfolgen soll. Und bei uns wurde festgelegt, man muss den Chef persönlich anrufen. Auch, wenn es um die Verlängerung geht. Ich hab Angst und grusele mich davor. Was soll ich sagen? Wie lange werde ich fehlen?

HAt jemand von euch eine gute Idee, was man man dem Arbeitgeber sagen kann, ohne gleich von vornherein völlig unkoopertiv rüberzukommen?

Ich würde mich über einen Tipp freuen.

Liebe Grüße und danke schon jetzt.

"Unternehmen brenn aus. Das sind dioch nicht immer nur wir."


 

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30. November 2018 um 1:28

Sorry, ich seh gerade, die Vorstellung hätte kürzer sein sollen. Ich habe mich vielleicht vertan. Hoffe trotzdem auf Antwort.
Hab ständig Bluthochdruck und kann nicht immer nur meine Freunde belatschern.
Liebe Grüße.

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